Leitweg-ID: Was sie ist, wo sie hingehört und wie sie aufgebaut ist
Ohne Leitweg-ID findet eine Rechnung an Bund, Land oder Kommune nicht zur richtigen Stelle. Die Kennung gehört in ein einziges Feld, und dort wird sie am häufigsten vergessen.
Wofür die Leitweg-ID dient
Die öffentliche Verwaltung ist in tausende Organisationseinheiten gegliedert. Die Leitweg-ID ist die Routing-Adresse, über die ein Eingangsportal weiß, welche Stelle die Rechnung bearbeitet. Sie wird vom Auftraggeber vergeben und steht normalerweise in der Bestellung, im Vertrag oder auf der Beauftragung.
Wo sie in der Datei steht
Die Leitweg-ID gehört in die Käuferreferenz, das Feld BT-10. Die XRechnung-Regel BR-DE-15 verlangt, dass dieses Feld gefüllt ist. In den Syntaxen:
- CII:
ram:ApplicableHeaderTradeAgreement/ram:BuyerReference - UBL:
cbc:BuyerReference
Aufbau
Eine Leitweg-ID besteht aus Bindestrich-getrennten Teilen: einer Grobadressierung, einer optionalen Feinadressierung und einer Prüfziffer. Ein Beispiel im üblichen Format ist 991-12345-67. Für die Gültigkeit entscheidet am Ende das Portal des Empfängers.
Typische Fehler
- Das Feld ist leer oder fehlt. Das meldet BR-DE-15, siehe Erklärung.
- Die Kennung steht stattdessen in einer Bestellnummer oder im Freitext.
- Leerzeichen oder Sonderzeichen am Anfang oder Ende.
Rechnungen an Unternehmen brauchen keine Leitweg-ID. Dort kann das Feld eine beliebige Referenz des Käufers enthalten.
Häufige Fragen
Wo bekomme ich die Leitweg-ID?
Vom Auftraggeber. Sie steht in der Regel in der Bestellung oder im Vertrag.
Brauche ich sie für B2B-Rechnungen?
Nein, nur bei öffentlichen Auftraggebern.
Stand: November 2026. Diese Seite ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung.